Senegal im Klassenzimmer der 7. Klassen

Carolin Dietl berichtet in den Klassen 7a und 7c von ihrem Entwicklungshilfeeinsatz im Süden Senegals

Die junge Bauingenieurin Carolin Dietl, eine ehemalige Schülerin der Realschule Furth im Wald, arbeitete im Rahmen ihrer Bachelorarbeit an einem Wasserprojekt im Senegal (Westafrika).

 

 

Von ihren Erfahrungen und Eindrücken berichtete sie in den 7. Klassen.

In der Trockensavanne im Süden Senegals fallen zwar mit bis zu 1500 mm Niederschlag beinahe 50% mehr Regen als bei uns, aber dies geschieht nur in einer viermonatigen Regenzeit. Die Trockenzeit dauert von November bis Mai. In dieser Zeit fehlt Wasser für die Landwirtschaft oder dem Waschen und Trinken der Menschen. Deswegen versuchen Entwicklungsorganisationen gerade für die Landwirtschaft ganzjährig Wasser zu Verfügung zu stellen. Hier kommt die OTH Regensburg ins Spiel: Eine Gruppe von Bauingenieurstudenten errichtet während eines vierwöchigen Aufenthalts drei Brauchwasserzisternen und drei Wasserfilter, die auf der Reinigungskraft von Sandschichten basieren, in den Dorf Souda um Süden Senegals. Neben diesen technischen Daten erfahren die Schüler aber auch viele interessante Aspekte rund ums Wasser in dem Ort. Wie wird in Afrika „geduscht“? Was ist eine Buschtoilette? Warum kann Grundwasser für die Gesundheit gefährlich sein? Wer holt das Wasser vom Brunnen und wie können Frauen so schwere Lasten auf dem Kopf tragen?

Bilder zum Regenwasserzisternenbau erklären die Vorgehensweise der Studentengruppe im Projekt vor Ort. Zusätzlich wird den Schülern auch klar gemacht, dass Trinkwasser ein kostbares Gut nicht nur in den Trockengebieten Afrikas ist, das es zu schützen gilt. Die Referentin Carolin Dietl stellt deutlich heraus, dass die Bevölkerung in diesem Dorf ein sehr zufriedenes Leben führen, auch wenn es keinen Strom, kein fließendes Wasser, kein Handy oder Fernseher gibt. Diese Punkte waren für unsere Schüler in Furth im Wald nur schwer nachvollziehbar. Die Schulsituation in Souda unter einem Wellblechdach erleichtert auch nicht das Lernen. Jugendliche und Kinder sieht man auf den Bildern dafür beim Singen oder Tanzen, sie spielen Fußball oder mit Murmeln. Die Gemeinschaft im Dorf und in der Großfamilie steht im Vordergrund.

Die Schüler der 7, Klassen beeindruckte nicht nur das Leben der Senegalesen, sondern auch die Arbeit der jungen Studenten vor Ort: Sie mauerten, betonierten schaufelten gemeinsam mit einheimischen jungen Männern.

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