Paris – immer eine Reise wert

Die Französischklassen 8c/3 und 9c/3 der Realschule verbrachten gemeinsam mit ihren Lehrern Frieda Frädrich und Andreas Gabriel eine Woche in Paris. Dort besichtigten sie zahlreiche Sehenswürdigkeiten und testeten ihre über die Jahre erworbenen Fremdsprachenkenntnisse. Daniela Hewer aus der 8c hat einen Bericht über den Aufenthalt in der französischen Hauptstadt verfasst:

Die Gefühle waren gemischt – zwei Wochen vor unserer Reise nach Paris. Jetzt nach Paris zu fahren schien nicht ganz ohne Gefahr zu sein. Aber natürlich freuten wir uns auf diese tolle Gelegenheit, eine Weltstadt und deren Kultur kennen zu lernen.

Als es am Sonntagabend losging, war überwiegend Vorfreude zu spüren, auch bei den Lehrern, die natürlich auf einen reibungslosen Ablauf hofften.

Die zwölfstündige Fahrt war anstrengend und der Schlaf begrenzt. Bei der Ankunft waren viele erst einmal verwundert und fasziniert gleichzeitig, da sich unser Hotel in einem etwas weniger vornehmen Viertel befand und die vielen nordafrikanisch anmutenden Bewohner auf uns ungewohnt wirkten.

Wir verstauten die Koffer im Hotel und machten uns gleich zum Wahrzeichen der Stadt auf, dem Eiffelturm. Seine Größe war wirklich beeindruckend. Nach unzähligen Sicherheitskontrollen brachte uns der Aufzug in die einzelnen Stockwerke und schon auf der zweiten Etage wurde einigen mulmig zumute, aber die Meisten wagten sich tapfer weiter hoch bis zur Spitze. Von oben war die Aussicht wahrlich atemberaubend. Man konnte den Triumphbogen, Sacré Coeur und viele, viele Dächer sehen. Einige von uns hatten beschlossen, zu Fuß über die vielen Treppen nach unten zu gehen und so machten wir uns teils per Aufzug und teils zu Fuß auf den Weg, um die nächste Sehenswürdigkeit zu besichtigen. Wir fuhren zum Montmatre, auf dem „La Sacré Coeur“, die weiße Kirche, steht. Wir konnten sie ausführlich besichtigen, aber die Souvenirshops davor waren nicht weniger interessant. Natürlich war auch der wunderbare Blick über die Stadt faszinierend. Am Abend fielen wir erschöpft und müde, aber glücklich in unsere Betten.

Am Dienstag machten wir uns zeitig auf in das Viertel „La Défense“, um den großen Bogen „La Grande Arche“, ein beeindruckendes Bürogebäude und eine Art moderner Triumphbogen, zu besichtigen. Bei der Ankunft auf der Esplanade vor dem Bogen konnten wir viele Kunstwerke bewundern, es wurde zahlreiche Fotos und Videos geschossen und eine kurze Mittagspause eingelegt.

Für diesen Tag hatten wir den Auftrag bekommen, unsere Französischkenntnisse zu testen und zu üben, indem wir Franzosen ansprechen und ein kurzes Interview mit ihnen in der Fremdsprache durchführen. Für viele von uns war es eine große Herausforderung, einfach so fremde Leute anzusprechen, aber mit jedem „Interview“ ging es leichter und machte mehr Spaß.

Am Nachmittag fuhren wir ins „Quartier Gambetta“, das Viertel, das uns aus unserem Schulbuch bekannt war. Es war sehr interessant, das Viertel einmal in echt zu sehen. Zurück im Hotel konnten wir müde und mit vielen neuen Eindrücken schlafen gehen.

Am nächsten Tag ging es nach Versailles. Die Fahrt war relativ lang und wir hatten genug Zeit, um uns über unsere Vorstellungen von diesem berühmten Schloss auszutauschen.

Ausgestattet mit Audioguides gingen wir durch die einzelnen Räume und besichtigten auch den berühmten Spiegelsaal.

Besonders fasziniert waren wir aber von dem riesigen Garten und dessen Gestaltung. Die vielen Bäume und Pflanzen, die Teiche, die unzähligen kleinen Wege raubten so manchem von uns den Atem. Bei wunderbarem Frühlingswetter genossen wir eine kurze Freizeit, bevor wir auf dem Rückweg einen kurzen Stopp in einem französischen „MacDo“ einlegten. Auch dieser Tag war wie im Flug vergangen.

Am Donnerstag machten wir uns frühmorgens auf den Weg zum Louvre, eines der größten Kunstmuseen weltweit. Unter anderem waren wir gespannt auf die Mona Lisa, die dort ausgestellt ist und die wir als erstes sehen wollten. Danach teilten wir uns in Gruppen auf und hatten Zeit, uns umzusehen.

Wieder einmal verging die Zeit wahnsinnig schnell und wir verließen den Louvre, um Paris nicht immer nur von oben, sondern auch einmal gleichsam von unten zu besichtigen. Wir hatten beschlossen die unterirdischen Katakomben von Paris zu durchqueren. In diesen zwei Kilometer langen, zum Museum ausgebauten Gängen lagern nicht nur unzählige, feinsäuberlich aufgeschichtete Gebeine und Totenschädel, auch die Banque de France besitzt unterirdische Räume, in denen der Goldschatz der französischen Nationalbank untergebracht ist.

Einen kleinen Höhepunkt bildete der anschließende Abstecher zum Triumphbogen auf dem „Place Charles De Gaulle Étoile“, wo wir den Sonnenuntergang genießen konnten. Es gelang allerdings nur einer kleinen Gruppe, ganz nach oben zu kommen. Im Anschluss daran entschlossen wir uns, die Champs-Elysées entlang zu gehen und unseren letzten Abend in Paris auf dieser Prachtstraße zu genießen. „Könnten wir nicht noch eine Woche verlängern?“, fragten einige.

Am Freitagmorgen war dann auch schon wieder die Heimreise angesagt. Alle waren sich einig: wir hatten eine super Woche, die wir bestimmt nicht so schnell vergessen werden.

Daniela Hewer, 8c

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