Französisch auf Rädern: FranceMobil macht Station in Furth im Wald

Bereits zum vierten Mal besuchte das "FranceMobil" die Realschule Furth im Wald und ließ für die Schüler der Wahlpflichtfächergruppe III mit dem Profilfach Französisch das Land, deren Sprache sie seit mehreren Jahren an der Realschule erlernen, lebendig werden. Der 6c wurde ebenfalls ein Besuch abgestattet, haben doch auch in dieser Klasse viele Französisch als Wahlpflichtfach für das nächste Schuljahr gewählt.

Antoine Sourdeau, Sportlehrer in Frankreich und für ein Jahr charmanter Repräsentant der "Grande Nation", tourt seit diesem Schuljahr im Auftrag des Institut Français Erlangen durch ganz Nordbayern, um den Schülern gezielt Informationen über Frankreich und die Franzosen ebenso wie über die Eigenheiten ihrer Muttersprache zu präsentieren. Dank der Finanzierung der Lektoren durch die Robert Bosch Stiftung sowie durch das Sponsoring der Firma Renault, die die schon von Weitem als FranceMobil erkennbaren weißen Kangoos mit blau-weiß-roter Aufschrift zur Verfügung stellt, gelangen seit 2002 jedes Jahr viele Schulen in den Genuss eines Vormittages, an dem die Schüler endlich im Umgang mit einem Muttersprachler Gelerntes authentisch anwenden und vertiefen können. „Diese Arbeit ist aber nicht nur für die Schüler interessant, sondern auch für mich immer sehr spannend.", meint der junge Belgier, der viele Jahre in Frankreich lebte, bevor er 2018 nach Deutschland kam.

Gemeinsam mit den Französischlehrkräften Frieda Frädrich, die den Besuch organisierte, und Kristina Wucherer, die nicht aufgegeben hatte, bis endlich die Zusage für den Besuch kam, übte und spielte Antoine Sourdeau in der Sprache, die weltweit verbreitet ist und brachte so ein Stück Frankreich in die Klassenzimmer der 6. bis 9. Klassen.

Sehr geschickt machte M. Sourdeau z.B. anhand eines Memory-Spieles die Schüler der Realschule Furth im Wald auf die Unterschiede bzw. die Analogien zwischen Frankreich und Deutschland aufmerksam.

Mit der Klasse 9c übte der Lektor u.a. die Fähigkeit, französische Texte zu verstehen bzw. einzelne Begriffe in zum Teil recht anspruchsvollen Hörbeispielen zu erkennen. Da nicht explizit auf sprachliche Fehler geachtet wurde, sondern allein zählte, dass die Jugendlichen mitmachten, fiel auch schnell die Hemmung, sich in der Fremdsprache zu äußern.

Perfekt gelang Antoine Sourdeau die Kombination von Spaß und Spiel auf der einen Seite und der Vermittlung von Wissen und Fertigkeiten in Bezug auf ihre Muttersprache auf der anderen.

In den oberen Klassen war die sogenannte Francophonie Thema. Auch hier bekamen die Schüler wieder anhand eines Spieles Einblick in die große Anzahl französischsprachiger Länder auf der ganzen Welt.

Natürlich bedankten sich auch die Further Realschüler zum Abschluss des Besuches mit einem kleinen Geschenk bei dem temperamentvollen Lektor des Instituts Français. „War cool. Wir freuen uns schon auf das nächste Mal“, so die einstimmige Meinung der jungen Französischschüler.

Frieda Frädrich

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