Paris – nous voilà!

Bildungsreise - das war das Motto der Parisfahrt, die die 8c/3 und 9c/3 der Realschule Furth im Wald drei Wochen vor den Pfingstferien antraten. „Und gelernt haben wir wirklich einiges. Es gab so viel Neues zu sehen und vieles haben wir aus dem Französischunterricht wiedererkannt. “, erklärten die Jugendlichen, die sich gemeinsam mit den Lehrkräften in einem Bus der Fa. Bierl aus Waldmünchen auf den Weg in die französische Metropole machten. Für so manche war es die erste Fahrt nach Frankreich bzw. die erste Auslandsreise überhaupt. Umso größer war dann auch die Vorfreude, auf das was sie erleben würden.

Wochenlang überlegten sie sich gemeinsam mit den beiden Französischlehrkräften Frieda Frädrich und Kristina Wucherer, welche Sehenswürdigkeiten sie besichtigen wollten und erstellten ein Programm. Einige Schüler hatten bereits im Vorfeld Referate vorbereitet, in denen sie sich mit verschiedenen Sehenswürdigkeiten befassten. Andere arbeiteten einen Fragebogen aus, der in Paris als Gedächtnisstütze für von den Schülern zu führenden Interviews dienen sollte.

Paul Adam aus der 8c/3 fasste seine Eindrücke der Woche in Paris in einem Bericht so zusammen: Eine lange Fahrt lag vor uns, als wir uns am Sonntag abend von unseren Eltern verabschiedeten, um gemeinsam mit unseren Lehrern Frieda Frädrich, Andreas Gabriel, Peter Schmid und Kristina Wucherer die französische Hauptstadt kennen zu lernen. 14 Stunden sollte die Fahrt dauern, fast 2 Stunden länger als vorgesehen, da es auf dem letzten Stück Autobahn vor Paris einen kilometerlangen Stau gab.

Noch etwas erledigt von der langen Fahrt deponierten wir unser Gepäck in unserem Hotel im 18. Bezirk und machten uns auf zum ersten Programmpunkt unserer Reise, dem Louvre. Auf der „Fete du Pain“ probierten wir aber vorher noch verschiedene traditionell französische Brotsorten. Mit der Metro ging es weiter zum Louvre, wo wir versuchten, trotz der Menschenmassen einen Blick auf die berühmte Mona Lisa zu erhaschen. Am späten Nachmittag fuhren wir zum Hotel zurück und bezogen unsere Zimmer.

Am nächsten Morgen mussten wir früh aufstehen, um rechtzeitig zum Wahrzeichen der Hauptstadt zu kommen. Allerdings hatte sich dort schon eine große Menschenmenge gebildet. Deshalb beschlossen wir, den Blick auf Paris vorerst von der Terrasse der „Galeries Lafayette“ aus zu genießen. Nachmittags gelang es uns schließlich ohne allzu große Wartezeit auf den Eiffelturm zu gelangen. Wir fuhren mit dem Aufzug bis zur 2. Etage und freuten uns über die wundervolle Aussicht. Danach marschierten wir über die kleine Fußgängerbrücke, die Passerelle de Debilly, zum Place de la Concorde und bestaunten den weltberühmten Obelisken aus Luxor. Über die Champs Élysées ging es weiter Richtung Arc de Triomphe. Davor ließen wir uns aber noch ein paar original französische Crêpes schmecken.

Betrachtet man vom Arc de Triomphe aus der Stadt, kann man deutlich erkennen, warum der Platz auch „der Stern“ heißt. Von diesem Platz aus verlaufen die Straßen sternförmig durch die ganze Stadt. Versailles, die berühmte Residenz Ludwig des XIV. stand auf dem Plan für den dritten Tag. Wir sahen uns die vielen, prachtvollen Zimmer und den Spiegelsaal an und gingen durch die Gartenanlagen.

Nach einer kurzen Stärkung ging es zurück nach Paris und auf den Montmatre, zur „Mur des je t‘aimes“, einer künstlerisch gestalteten Mauer. Das Kunstwerk ist der Liebe gewidmet: Der Schriftzug „Ich liebe Dich“ ist hier in über 300 Varianten und 250 Sprachen der Welt zu finden. Von der ebenfalls auf dem Montmatre gelegenen weißen Kirche „Sacré Coeur“ hatten wir wieder eine fabelhafte Aussicht. Dieses Mal gingen wir zu Fuß nach Hause, wodurch wir auch einen der weniger bekannten Stadtteile sahen.

Der vorletzte Tag führte uns in das moderne Hochhausviertel „La Défense“ und zum „Grande Arche“. Dort wartete eine besondere Herausforderung für viele von uns. Wir sollten dort Interviews mit Franzosen führen, die auf den Treppen vor „La Grande Arche“ ihre Mittagspause verbringen. Viele von uns mussten ihren ganzen Mut zusammennehmen, um sie anzusprechen. Aber (fast) alle Franzosen fanden die Idee gut und antworteten bereitwillig auf unsere Fragen. Von „La Défense“ aus ging es zurück in die Innenstadt, zum Centre Pompidou. Am Brunnen mit den berühmten Figuren von Niki de St. Phalle genossen wir das bunte Treiben mit Jongleuren, Musikern und Tänzern.

Am Freitag früh traten wir die Heimreise an. Diese Fahrt wird uns allen wahrscheinlich für immer in Erinnerung bleiben.

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