"Drachenkunst" mit BM Sandro Bauer

Schülern der Realschule Furth im Wald wurde im Fach Kunsterziehung die Entstehung „Tradinnos“ näher gebrachtDrache-Sandro_Bauer

Sehr zur Freude der Lehrkräfte Heidi Müller und Silvia Feulner kam der Further Bürgermeister Sandro Bauer, ehemaliger Ingenieur der Firma Zollner in Zandt, in die Realschule, um den Schülerinnen und Schülern der Klassen 6 d und 8 a im Fach Kunsterziehung einen Einblick in die Entwicklung des Further Drachen „Tradinno“ zu geben.

Die Schülerinnen Theresa Müller, Katrin Rädlinger und Petra Hutterer aus der Klasse 8 a berichten über diese besondere Kunststunde:

AutorenAls Einstieg in den Vortrag erklärte Herr Bauer, dass das Planungsteam sich als erstes Fragen rund um das Aussehen des neuen Drachen stellen musste: Größe? Farbe? Anzahl der Beine? Flügel? ...

Zudem engagierten sie den „Zeichner, Designer und Concept Artist“ Sikander Goldau aus München. Dieser musste zuerst in Erfahrung bringen, wie sich die Further ihren Drachen vorstellen. Er sei total „geflasht“, schrieb er nach seinem Besuch in einem Brief an Sandro Bauer, denn erst jetzt wurde ihm bewusst, welche Aufgabe er zu bewältigen hatte, da der Drache in Furth eine überaus wichtige Rolle spielt und auf jeden Fall den Anforderungen der Further entsprechen muss. Goldau machte über 160 Skizzen nur vom Kopf „Tradinno‘s“, die aus den vier Grundköpfen Hund, Schlange, Stier und Adler mehr in Richtung Form des Hundes gingen.

Auch musste bei der Planung berücksichtigt werden, dass der Drache im Festspiel zwei völlig verschiedene Ansichten darstellen muss: am Anfang „Gut“, zum Schluss „Böse“. Sie stellten fest: „Tradinno“ hat einen sehr edlen Charakter, über dessen Eigenschaften sie sich ebenfalls Gedanken machten: Größe der Stirn, Mundwinkel, Art der Pupillen, Öffnung der Augen.

Nach weiteren zahlreichen Skizzen stand der Grundriss des Drachen fest. Sie verfeinerten die Zeichnung mit kleinen Zacken auf den Augenbrauen als Mimikverstärker und weiteren Kleinigkeiten. Danach wurde über das Größenverhältnis des Drachen zu den Spielern diskutiert und passende Proportionen festgelegt.

Nachdem das Aussehen feststand, fertigten sie den Drachen aus glasfaserverstärkten Kunststoff- und Gummimatten und machten sich an die Technik. Der Drache wird in vier Bereichen (Fortbewegung, Genick- und Kopfbereich, Feuer und Gebrüll/Ton, Gesichtsmimik) von je einem Mann mit einem Controller „Joystick“ gesteuert, erklärte Bürgermeister Sandro Bauer.

Alle Schüler waren begeistert über den informativen und sehr interessanten Vortrag, bei dem auch zahlreiche Skizzenbilder gezeigt wurden. Sie bedankten sich bei Bürgermeister Sandro Bauer mit einem kräftigen Applaus.

Mit dem Wissen über die Entstehungsgeschichte „Tradinno‘s“ ausgestattet, werden diese Schüler den Further Drachen das nächste Mal gewiss mit ganz besonderem Interesse begutachten.

Drache-Sandro_Bauer

Drucken