Theaterbesuch in Roding

Further Realschüler erleben das Theaterstück „Geheime Freunde“

Große Augen. Köpfe, die sich neugierig drehen. Tuschelnde Schüler. Der erste Eindruck der Realschüler aus Furth im Wald, die im Cinema in Roding das Theaterstück „Geheime Freunde“ des jungen Landestheaters ansahen, sorgte für Gesprächsstoff auf der Heimfahrt. Bereits vor Beginn der Vorstellung tauchte der geneigte Zuschauer hautnah in das Geschehen auf amerikanischen Straßen der 1944er Jahre ein. Er wurde von den Schauspielern auf Englisch und Französisch begrüßt und angesprochen, als wäre er ein Fußgänger auf den Straßen von Queens in New York City.

Bild Theater 2Derartig auf das amerikanische Großstadtleben eingestimmt, begann das Theaterstück von Livemusik begleitet. Es entführte den Zuschauer in die Welt des jungen Amerikaners Alan Silverman. Die Schüler erlebten hautnah die Ambivalenz dieser Zeit, in der die Menschen einerseits durch das Kriegsgeschehen in Europa erschüttert und andererseits dank des Siegeszugs der Alliierten in Feierstimmung waren. Für Alan und seine Altersgenossen gibt es außerhalb der Schule nur eins: Schlagball spielen. Als Alans Mutter ihn allerdings bittet, sich der jungen Naomi, einer aus Europa geflohenen jüdischen Jugendlichen zu kümmern, muss er sein Leben umstellen. Das Mädchen wurde durch die grausamen Verbrechen Nazi-Deutschlands traumatisiert und mit viel Geduld und Einfühlungsvermögen versucht er, ihren „Panzer aufzubrechen“ und ihr Vertrauen zu gewinnen.

Mit viel Einsatz und Engagement brachten die Schauspieler dem Zuschauer die Tragik von Naomis Situation nahe. Doch nicht nur tragische, sondern auch spannende und lustige Momente zogen das Publikum in ihren Bann.

Bild Theater 3

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