Schultheater 2016

„Heinrich, der Wagen bricht!“

       … ein bunter Märchen-Mix …

           mit vielen Märchenfiguren,

             Wölfchen und Fröschen,

             bei dem - wie das so üblich ist –

             der König ein Machtwort spricht,

             damit am Ende … der Wagen bricht?

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Voll besetzte Abendvorstellung in der Realschule

„Heinrich, der Wagen bricht!“ – woher stammt dieser Ausspruch nur? Diese Frage stellte sich auch der Schulleiter Andreas Gruber, der sich glücklich schätzen kann, eine stets gut informierte Sekretärin an seiner Seite zu wissen, und half dem Publikum auf die Sprünge.

Das Märchen „Der Froschkönig“, auch „Der Eiserne Heinrich“ genannt, ist ein Klassiker in der Kinder- und Hausmärchensammlung der Gebrüder Grimm. An dieser Stelle sei vorweggenommen: Der eiserne Heinrich war der Diener des Prinzen und trug aus Gram über die Verzauberung seines Herrn in einen Frosch drei eiserne Bänder um den Brustkorb, die erst nach der Rückverwandlung seines Herrn brachen.

Ein Bühnenstück entsteht

Während des Theaterunterrichts wurden die Wünsche und Ideen der Spieler zusammengetragen. In diesem Jahr wollten viele ein Märchen selbst schreiben. Sie recherchierten die gewünschten Märchenfiguren, mixten sie neu mit Attributen und Charaktereigenschaften. Die ausgewählte Figur bot viele Möglichkeiten, die persönlichen Wünsche und Vorstellungen der Schüler zu füllen.

Bei der Erstellung der Handlung wurden die einzelnen Märchen der Archetypen untersucht.

Ein Handlungsfaden sollte neu kreiert werden, dabei mixten die Schüler die wildesten Abenteuergeschichten und überprüften dabei auch animierte Filme auf ihre Anpassung in einem Bühnenstück.

Nachdem in Kleingruppen spielerisch Szenen aus „Märchen-Salat“ erstellt und mit passenden Dialogen erprobt wurden, merkte man während der Theatertage im Schullandheim bald, dass ein übergeordneter Handlungsstrang als Rahmen für ein komplettes Stück notwendig ist.

Und siehe da, im Märchen vom Froschkönig fanden alle Platz! Nur noch wenig musste verändert bzw. hinzugefügt werden. Noch im Schullandheim wurden alle Szenen festgelegt, der Handlungsablauf einstudiert, die Dialoge im spontanen Spiel entwickelt.

Die Persönlichkeit der jungen Künstler steht im Vordergrund

Danach musste in wenigen Wochen der Text fixiert, gelernt und einstudiert werden.

Damit nicht zu viel Unterrichtsstoff versäumt wurde, legte man die zusätzlichen Proben an Freitag- und Samstagvormittage. Lediglich zwei komplette Probentage während der Woche, Montag und Dienstag, wurden für den Gesamtablauf mit Szenenwechsel und Umziehen verwendet.

Bei uns liegt das Augenmerk vor allem auf der Spielleistung eines jeden Schülers: das Sprechen, das freie Bewegen im Raum, das Agieren im Team, die individuelle Umsetzung als Persönlichkeit, das Wissen um Körpersprache, Leidenschaft und Spaß! Deshalb sind die Kostüme und die Bühnenausstattung reduziert, der Mensch steht im Vordergrund.

Sichtliche Freude am Spiel

Während bei der Aufführung der „Märchen-Salat“ immer mehr zu einem Handlungsfaden gedreht wurde, steigerten sich auch die Spieler in ihrer Spielleidenschaft:

Auf der dunklen Seite agierte die Hexe mit ihren Werwölfchen und den bösen Frauen (Recherche-Ergebnis: Es gibt im Märchen kaum böse Männer!). Als Chefin des Märchenwaldes bestrafte sie das unehrenhafte Verhalten der Prinzen mit der Verwandlung in Frösche.

Im Schloss des gerechten Königs, des Vaters, entpuppten sich die verzweifelten und angewiderten Prinzessinnen in der Begegnung mit den rappenden, tollpatschigen Fröschen, die ihr cooles Prinzenleben vermissten, zu skrupellosen Power-Weibchen und klatschten – in ihrem Schönheitsschlaf gestört – die glibberigen Viecher auf die Turnmatte. Endlich erlöst!

Und zwischen all diesem Hin- und Her kommentierten die beobachtenden Zwerge des Waldes die Situation und hatten ihren Spaß dabei.

Am Ende teilten sich vier Prinzen mit sieben Prinzessinnen, den sieben Zwergen, der Hexe

und dem einflussreichen König, der natürlich neben dem Kutscher Heinrich höchst persönlich Platz nahm, die Hochzeitskutsche (Wagen). Die illustre Spielschar sang lauthals „Märchenhaft durch die Nacht, feiern wir, bis dass es kracht!“ Und wenn sie nicht gestorben sind, dann feiern sie noch heute ...

Ohne Licht geht nichts

… bis auf einen: Leider war diese Aufführung die letzte für unseren „Lichtmeister“ Raphael Berzl aus der 10a. Seit vier Jahren betreute er sehr engagiert und kreativ unsere Aufführungen und leitete über die Jahre hinweg auch junge Mitschüler an. Mit einem kleinen Andenken wurde der beliebte Mitschüler von der Spielschar auf der Bühne verabschiedet.

MITWIRKENDE

Zwerge / Werwölfchen/ Brunnen:           5a    Jäger Maria         

                                                          5b  Augustin Julia

                            Brandl Julia

                            Breu Lena

                            Dilling Laura

                            Koller Jasmin

                            Wild Maresa          

Prinzessinnen: Rapunzel                       6b  Schamberger Emma

                     Schneewittchen                    Wirrer Miriam

                     Aschenputtel                 7a   Friedl Valentina

                     Dornröschen                  7c  Hewer Daniela

                     Gretel                                 Kunz Lena

                     Schneeweißchen                  Smilowski Elisabeth

                     Rosenrot                      8b   Friedl Paula

Hexe                                                 7c   Gashi Argjira

Prinzen / Frösche                               5b   Schönberger Andreas

                          6b   Förster Florian

                                                        7a   Attenberger Yannik

                                                               Weingärtner Jonas    

Frosch / König                                    7c   Niclas Franz

Licht/ Ton                                        10a   Berzl Raphael

                                                        8c   Heitzer Julian (8a Pirzl Simon; erkrankt)

                                                        5a   Rozwadowski Jakob    

Die Zwerge kommentieren das Geschehen  Die bösen Frauen 
 Die Zwerge kommentieren das Geschehen  Die "Bösen Frauen" ...
 Im Schlafgemach der Prinzessinnen  Prinzen in Frösche verwandelt
Im Schlafgemach er Prinzessin. Die Prinzen ... in Frösche verwandelt.
Wir wolln von eurem Tellerchen essen Beleuchter Team J. Heitzer J. Rozwadowski R. Berzl
Sie wollen von ihren Tellerchen essen ... Das Beleuchter-Team
Schulleiter A. Gruber würdigt die Leistung der Schüler Raphael Berzl aus der 10a wird verabschiedet
Schulleiter Gruber würdigte die Leistungen der Spielschar. Raphael Berzl aus der 10a wird verabschiedet.
Die Hexe vom Märchenwald Die Hexe vom Märchenwald

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