First Lego League 2016

Roboter bauen und steuern als liebstes Hobby

Samstag, den 10.12.2016 nahm die Staatliche Realschule Furth im Wald auf dem Campus der technischen Universität in Regensburg mit sieben technikbegeisterten Schülern am Robotik Wettbewerb der First Lego League teil. Als einzige Realschule des Landkreises stellte sie sich damit – unterstützt durch die regionale Firma ELOTEC - zum wiederholten Male diesem überregionalen Wettbewerb um sich mit 15 anderen Schulen zu messen.

FIRST® LEGO® League (FLL) ist ein Förderprogramm, das Kinder und Jugendliche in einer sportlichen Atmosphäre an Wissenschaft und Technologie heran führen möchte. FLL fordert Kinder und Jugendliche heraus, sich die Denkweisen von Ingenieuren und Wissenschaftlern zu erschließen. Im FLL Wettbewerb bauen, testen und programmieren Kinder und Jugendliche autonome Roboter mit LEGO Mindstorms®, um vorgegebene Aufgaben im Robot Game zu lösen. Ziel ist es dabei Kinder und Jugendliche für Wissenschaft und Technologie zu begeistern, den Teilnehmern den Gedanken des Teamgeist zu vermitteln, sowie Kinder und Jugendliche anzuspornen, komplexe Aufgaben mit kreativen Lösungen zu bewältigen. Grundlage von FLL ist ein Roboter-Wettbewerb mit Spaß-Charakter, bei dem Kinder und Jugendliche mit Hilfe eines Roboters eine knifflige "Mission" zu erfüllen haben. Die Kinder und Jugendlichen forschen innerhalb eines Teams zu einem vorgegebenen Thema, planen, programmieren und testen einen vollautomatischen Roboter, um eine Mission zu meistern. Die FLL Teams erfahren dabei alle Stufen einer echten Produktentwicklung. Das beinhaltet den Start mit einem Problem, verbunden mit ungenügend Ressourcen und ungenügend Zeit. Die FLL Teams wissen zudem nicht, wie ihre Konkurrenten in den Wettbewerb starten. FLL ist in jeder Hinsicht ein Mikrokosmos einer realen Firma.

Seit Schuljahresbeginn arbeiteten die Schüler zahlreiche Stunden die Woche an der Lösung der Aufgaben des Robot-Games sowie an der Erstellung des Forschungsauftrags. Schon bald kristallisierten sich im Projektteam die einzelnen Aufgaben heraus, wobei die Kinder ihr großes Potential, je nach Begabung und Interessenlage nutzen konnten. So war Alexander Pohmer, Christoph Kolbeck, Johannes Zellmer, Philippe Jäger und Benjamin Singer für die Entwicklung und den Bau der Roboter zuständig. Lisa Eiber und Nancy Liebich kümmerten sich um die Organisation und Präsentation. In Sachen Programmierung standen die Mädchen den Jungs in nichts nach – so kümmerte sich das komplette Team um die Lösung der Programmieraufgaben.

Beim Forschungsauftrag im Wettbewerb 2016 „Animal Allies“ sollten sich die Schüler Gedanken machen, wie Tiere und Menschen zusammenarbeiten können um gegenseitig voneinander zu profitieren. Die Gruppe beschäftigte sich in diesem Zusammenhang mit den Themen Klassenhund und Diabetikerwarnhund um die Ergebnisse einer Jury im Rahmen einer Forschungspräsentation vorzustellen.

Mit großer Spannung und auch einer gehörigen Portion Nervosität ging es am Samstag nach Regensburg, wo im Gebäude der technischen Fakultät 16 Teams gegeneinander antraten. Bewertet wurden vier Teilaufgaben: Roboterdesign, Teamwork, die Präsentation des Forschungsauftrages und natürlich das Robot-Game, bei dem der selbst erstellte und programmierte Roboter verschiedene Missionen, mit einer Zeitvorgabe von 2:30 min, auf einem 240 cm x 120 cm großen Spielfeld meistern musste.

Armin Gardeia, der an der OTH das Projekt „Junge Hochschule” leitet, findet das Konzept der FLL ideal: “Es ist ein breit angelegter Wettbewerb. Es geht nicht nur um die Förderung von Technikfähigkeiten, sondern auch von Soft Skills.”

Das Robot-Game war natürlich das Highlight des Tages, zumal es im großen Hörsaal vor zahlreichen Zuschauern stattfand und dabei sogar auf drei Videoleinwände projiziert wurde. In dieser beeindruckenden Atmosphäre traten die Schüler in drei Runden gegen die Konkurrenten an und konnten so manch schwierigen Punkt ergattern. Doch auch die anderen Aufgaben meisterten die sieben Jugendlichen des „Team Robotik RSF“ mit Bravour und überzeugten die Jury mit ihrer Innovationskraft und Teamfähigkeit.

Schulleiter Andreas Gruber, der es sich auch in diesem Jahr nicht nehmen ließ die Gruppe auf dem Campus zu besuchen und die betreuende Lehrkraft Markus Mingo waren zu Recht stolz auf die Leistungen ihrer Schüler.

Der Roboter wird vor dem Start millimetergenau ausgerichtet

Der Roboter wird vor dem Start millimetergenau ausgerichtet

Alexander baut konzentriert an seinem „Heberoboter“

Alexander baut konzentriert an seinem „Heberoboter“

Team Robotik RSF mit Lehrkraft Markus Mingo und Schulleiter Andreas Gruber

Team Robotik RSF mit Lehrkraft Markus Mingo und Schulleiter Andreas Gruber

Beim Teamspiel waren Zusammenhalt, Ideenreichtum und „Team-Spirit“ gefragt

Beim Teamspiel waren Zusammenhalt, Ideenreichtum und „Team-Spirit“ gefragt

Alexander präsentiert der Jury sein ausgefeiltes Roboterdesign

Alexander präsentiert der Jury sein ausgefeiltes Roboterdesign

Nancy gibt Christoph letzte Anweisungen vor dem Start

Nancy gibt Christoph letzte Anweisungen vor dem Start

Testaufbau vor dem 1. Robotgame

Testaufbau vor dem 1. Robotgame

Lisa, Nancy und Benjamin vor der Forschungspräsentation

Lisa, Nancy, Johannes und Benjamin proben ein letztes Mal die Forschungspräsentation

 

 

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