Realschüler starten bei Robotik Wettbewerb an der TU München

Samstag, den 13.01.2018 starteten sieben technikbegeisterten Schülerinnen und Schüler der Staatlichen Realschule Furth im Wald zu einem der Schuljahreshighlights 2017 / 2018: Dem Robotik Wettbewerb der First Lego League an der Technischen Universität in München. Als eine von wenigen Realschulen stellte sie sich damit – unterstützt durch die regionale Firma ELOTEC - zum wiederholten Male diesem überregionalen Wettbewerb um sich mit 23 anderen Schulen zu messen.

FIRST® LEGO® League (FLL) ist ein weltweites Förderprogramm, das Kinder und Jugendliche in einer sportlichen Atmosphäre an Wissenschaft und Technologie heran führen möchte. Ein FLL Team, bestehend aus einem erwachsenen Coach und 5 bis 10 Teilnehmern, muss mit Hilfe eines Roboters knifflige Aufgaben rund um das Wettbewerbsthema lösen sowie eine Forschungspräsentation erstellen. Ziel ist es dabei Kinder und Jugendliche für Wissenschaft und Technologie zu begeistern, den Teilnehmern den Gedanken des Teamgeist zu vermitteln, sowie Kinder und Jugendliche anzuspornen, komplexe Aufgaben mit kreativen Lösungen zu bewältigen. Grundlage von FLL ist ein Roboter-Wettbewerb mit Spaß-Charakter, bei dem Kinder und Jugendliche mit Hilfe eines Roboters eine knifflige "Mission" zu erfüllen haben. Die Kinder und Jugendlichen forschen innerhalb eines Teams zu einem vorgegebenen Thema, planen, programmieren und testen einen vollautomatischen Roboter, um eine Mission zu meistern. Die FLL Teams erfahren dabei alle Stufen einer echten Produktentwicklung. Das beinhaltet den Start mit einem Problem, verbunden mit ungenügend Ressourcen und ungenügend Zeit. Die FLL Teams wissen zudem nicht, wie ihre Konkurrenten in den Wettbewerb starten. FLL ist in jeder Hinsicht ein Mikrokosmos einer realen Firma.

Erfolgreiche Teams können sich über mehrere Ausscheidungsstufen bis zur Weltmeisterschaft qualifizieren. Der Wettbewerb gliedert sich in folgende vier Disziplinen. Der Gesamtsieg wird aus den Ergebnissen der einzelnen Disziplinen ermittelt.

  1. Forschungspräsentation: Die Teams halten eine Präsentation von fünf Minuten vor einer Jury. Das präsentierte Thema ist selbst gewählten und passt zum Wettbewerbsmotto.
  2. Teamspiel: Die Teams lösen eine Geschicklichkeitsaufgabe vor einer Jury und beantworten Fragen zu ihrer Arbeitsweise.
  3. Robot-Game: Die Teams müssen versuchen mit ihrem Roboter in einem Aufgabenparcours möglichst viele Punkte zu erreichen.
  4. Robot-Design: Die Roboter der Teams werden hinsichtlich Innovationsgrad, Funktionalität, und Komplexität bewertet.

Seit Schuljahresbeginn arbeiteten die Schüler zahlreiche Stunden die Woche an der Lösung der Aufgaben des Robot-Games sowie an der Erstellung des Forschungsauftrags. Schon bald kristallisierten sich im Projektteam die einzelnen Aufgaben heraus, wobei die Kinder ihr großes Potential, je nach Begabung und Interessenlage nutzen konnten. Das top motivierte Team von Schülern der achten bis zehnten Jahrgangsstufe um die erfahrenen FLL-Teilnehmer Alexander Pohmer, Christoph Kolbeck, Lisa Eiber und Nancy Liebich sowie die „Neuzugänge“ Max Baier, Daniel Brandl und Felix Vogl harmonierte hervorragend und überzeugte „Coach“ Markus Mingo von Beginn an mit kreativen Ideen, konstruktiven und gut durchdachten Lösungsansätzen, sowie einer sehr teamorientierten Arbeitsweise.

Das Thema der FLL Saison 2017/18 lautete HYDRO DYNAMICSSM: Die Schülererforschten alles über Wasser – wie wir es finden, transportieren, nutzen oder es beseitigen. Dabei lernten sie zu erkennen, welche Möglichkeiten sich eröffnen, wenn wir noch besser verstehen, was mit unserem Wasser passiert? Basierend auf den praktischen Erfahrungen von Alexander Pohmer und Lisa Eiber beschäftigten sich die jungen Forscher mit dem Trinkwassersystem für einen regionalen Bauernhof, dessen Wasserversorgung rein auf der Basis eines artesischen Brunnensystems und damit aufbereitetem Regenwassers aufgebaut ist. Zusätzlich stellten die Schülerinnen und Schüler eine Pflanzenkläranlage für den privaten Bereich vor.

Mit großer Spannung und auch einer gehörigen Portion Nervosität ging es am Samstag nach Garching, wo im beeindruckenden Gebäude der Fakultät für Maschinenwesen der TU München 24 Teams gegeneinander antraten. Bewertet wurden vier Teilaufgaben: Roboterdesign, Teamwork, die Präsentation des Forschungsauftrages und natürlich das Robot-Game, bei dem der selbst erstellte und programmierte Roboter verschiedene Missionen, mit einer Zeitvorgabe von 2:30 min, auf einem 240 cm x 120 cm großen Spielfeld meistern musste.

Das Robot-Game war natürlich das Highlight des Tages, zumal es im großen Hörsaal vor zahlreichen Zuschauern stattfand und dabei sogar auf drei Videoleinwände projiziert und per Livestream im Internet übertragen wurde. In dieser beeindruckenden Atmosphäre traten die Schüler in drei Runden gegen die Konkurrenten an und konnten so manch schwierigen Punkt ergattern. Besonders in der zweiten Runde starteten sie einen fast perfekten Lauf und sicherten sich dadurch die Teilnahme unter den besten acht Teams im Viertelfinale. Doch auch die anderen Aufgaben meisterten die sieben Jugendlichen des „Team Robotik RSF“ mit Bravour und überzeugten die Jury mit ihrer Innovationskraft und Teamfähigkeit.

Spät abends ging für das Team Robotik der RS Furth im Wald ein erlebnisreicher Tag zu Ende. Alle beteiligten Schüler, sowie die betreuende Lehrkraft Markus Mingo waren zu Recht stolz auf die Leistungen des Teams.

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