Spatenstich zur Generalsanierung

"Update" für die Realschule gestartet


von Fred Wutz, Bilder: Ehrnböck

Spatenstich

“Wer Schulgebäude baut, nimmt die Zukunft besonders in die Hand”, stellte Landrat Franz Löffler fest, nachdem die Schulband die Gäste zum “Spatenstich” musikalisch begrüßt hatte. “Wir, der Landkreis, stellen uns der Verantwortung in Sachen Bildung!”, so der Landrat, der lobte, dass sich auch die Stadt bei der Sanierung von Grund- und Mittelschule stark engagiere, denn: “Furth hat eine wichtige Funktion als Bildungseinheit für den Raum Furth-Hohenbogenwinkel!” Beim Freistaat stehe Bildung auch hoch im Kurs, erfreulich sei zudem, dass die Elternschaft diesen gemeinsamen Auftrag kooperativ mittrage.

Laut Löffler baut der Landkreis aktuell an sechs Bildungseinrichtungen gleichzeitig, investiere bis 2018 rund 60 Millionen Euro. In Furth habe es dringenden Handlungsbedarf gegeben, besonders sei hier “die gelebte Kooperation unter den verschiedenen Schulen”. Der Landrat äußerte sich lobend zum bayerischen Bildungssystem und betonte den Stellenwert von Bildung im Freistaat. Aktuell habe man im Landkreis Cham rund 66000 Arbeitsplätze - so viele wie nie zuvor. Gleichzeitig würden aber etwa 200Kräfte als Auszubildende fehlen. Daraus ergebe sich für die Politik ein Auftrag, es müsse schon in den Schulen die Basis für die Gewinnung von Fachkräften geschaffen werden.

Die Generalsanierung wurde laut Realschuldirektor Andreas Gruber nötig, weil das Schulhaus nach Nutzungsdauer von teils 60Jahren nicht mehr den Anforderungen entsprach. Die Further Realschule sei eine der ältesten in Bayern, momentan habe sie 540 Schülerinnen und Schüler in 20Klassen - ein absoluter Höchststand. Und nach den aktuellen Zahlen werde der Stand auch im nächsten Schuljahr gleich sein. Schon jetzt seien 30 Kinder in der offenen Ganztagseinrichtung, Unterrichts- und Kursangebot seien äußerst vielfältig.

Laut Gruber ist Schule “mehr als nur ein Ort für Unterricht und Wissensvermittlung”. Als “Lebensraum” brauche sie z. B. einen Trakt mit Speisesaal und Küche. Eine Herausforderung sei sicher, dass der Unterricht ungestört weiterlaufe. Steuergelder in Bildung und ländlichem Raum seien hier bestens angelegt. Die gesamte Schulfamilie danke den Verantwortlichen im Landkreis und freue sich auf “das Update” der Schule.

Kultus-Staatssekretär Bernd Sibler sah den Symbolgehalt des Spatenstichs: Hier werde auch am Fundament für die Zukunft der Schule gearbeitet. Der Freistaat leiste in Sachen Bildung seinen Beitrag, dennoch: “Auf dem Schulsektor allein 60 Millionen Investition im Landkreis - ein Kompliment, was da geleistet wird!” Die Realschule sei als sehr erfolgreiche Schulart gerade im ländlichen Raum wichtig, sie ebne ihren Absolventen die Wege bis zu den Hochschulen. Die sechsklassige Realschule habe den vierklassigen Vorläufer qualitätsmäßig übertroffen. Im Fall Furth sei es so, “dass es sich nicht nur um ein Update, sondern auch um ein Upgrade handelt, was hier realisiert wird”.

Thomas Eckert und Helmut Obermeyer (Dömges Architekten) erläuterten, die Aufgabenstellung. Diese sei, “mit der Schule als Hülle das Lernen zu fördern” und darin die Schulfamilie zusammenzuführen. In vier Bauabschnitten würden ein Zwischenbau und der neue Mensa-Bereich erstellt, der Altbau saniert, der jetzige Neubau überholt und schließlich die Turnhalle instand gesetzt. Im Schuljahr 2017/2018 soll alles fertig sein.

“Was lange währt, wird endlich gut!”, freute sich Vizebürgermeister Michael Mühlbauer. Die Maßnahme habe die Bedeutung eines Leuchtturmes. Durch die Kreisumlage zahle Furth mit, erhalte nun etwas zurück. Man werde seitens der Stadt, falls erforderlich, gerne behilflich sein. Für die Mitglieder der Schulband war es dann sichtlich eine Freude, auf Einladung des Landrats den symbolischen “Spatenstich” ausführen zu dürfen.

Band

"Burn it down" von Linkin Park intonierte die Schulband ... es war sicher nicht das marode Schulgebäude gemeint.

 

Protagonisten

Die Hauptprotagonisten des Festakts: Schulleiter Andreas Gruber, Landrat Franz Löffler und Kultus-Staatssekretär Bernd Sibler (von links)

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